Und das Nähen geht weiter - The Sewing Continues

I thought about writing this post in English too but although I'll hopefully become a translator one day, it would take lots of time to write an english text about how I made my first shirt with a stretchy fabric. I am not familiar with the technical terms used by seamstresses. Basically, I bought the rest of a fabric to try out sewing with stretchy fabric. I designed my own pattern by using one of my shirts. I made the shirt, made some mistakes during the process, but all in all it went just fine and my shirt is not only wearable, but it fits just perfectly =)

Meine Nähmaschine und ich sind mittlerweile fast unzertrennlich geworden. Gestern kam ein großes Paket von buttinette bei mir an, gefüllt mit kleinen Schätzen. Ich surfe in den Weiten des Internets auf der Suche nach Gratis Schnittmuster und finde einen tollen Nähblog nach dem anderen an.

Nach der Stoffente hab ich mich mal an einen Stretch-Stoff gewagt. Dafür hab ich mir 2 Stoffreste von einem gestreiften Strickstoff um 2 € gekauft, einfach um mal auszuprobieren.

Daheim sind die zwei Stücke mal 3 Tage über der Sessellehne gehängt, weil ich mich nicht rangetraut habe. Aber dann hat mein Freund gemeint: Die Stoffe haben dir wie viel gekostet - 2 Euro. Schneid einfach rein und näh drauflos. Wenn es nichts wird, kannst du immer noch Kleinigkeiten daraus machen und zwei Euro sind ja nun wirklich nicht die Welt.

Gesagt - getan.
Ich hab mir also mein gekauftes gestreiftes Langarmshirt hergenommen und den Schnitt abgenommen. Aber dann hab ich gemerkt, dass das zu breite Ärmeln hat und der Stoff nicht ausgereicht hätte. Also musste ein anderes Langarmshirt her. Das war zwar aus etwas dünnerem Jersey, aber ich hab dann einfach ein bisschen größer ausgeschnitten.
Den Schnitt hab ich übrigens auf Zeitungspapier übertragen :-D und schön professionell mit Stoffbruch aufgezeichnet. Dann wurde ausgeschnitten, aufgesteckt und beim Stoff geschnitten.

Beim 2. Stück Stoff hab ich dann bemerkt, dass das wohl etwas kleiner war. Glücklicherweise hab ich das für das Vorderteil und einen Ärmel verwendet. Trotzdem ging sich der Ärmel nur grad so und mit ein bisschen Schummeln aus.

Weil ich weder passendes Schrägband daheim, noch genug Originalstoff übrig hatte, wurde für den Ausschnitt einfach ein bisschen Stoff nach innen gelegt und festgesteckt. Dann hab ich auf einem Reststück die verschiedenen Zick-Zack-Einstellungen meiner Maschine ausprobiert bis ich eine passende gefunden hatte. Und dann hab ich losgenäht. Tja - blöd gelaufen, denn ich hab den Füßchendruck nicht locker gestellt und mir hat es den Stoff so richtig schön auseinandergezogen. Fazit: Der Kragen hinten war ziemlich gekräuselt. Also Füßchendruck ändern und auftrennen. Im Endeffekt hab ich nur teilweise aufgetrennt (da wo es am schlimmsten war), weil der Stick so klein und eng war und ich extra aufpassen musste, damit ich keine Masche vom Stoff erwische. Ich hab sagenhafte 2 Stunden dafür gebraucht.
Der Ausschnitt beim Vorderteil ging dann schon wesentlich besser.

Als nächstes hab ich Vorder- und Hinterteil zusammengenäht. Das ging superflott und bis auf einmal einen gerissenen Faden problemlos.

Am nächsten Tag hab ich dann die Ärmel zusammengenäht und am Hauptteil festgenäht.

Dann kam der Saum dran, den hab ich zuerst mal komplett schief gesteckt, weil ich vergessen hatte, dass Streifen und Maschenverlauf nicht im rechten Winkel zueinander stehen. Also nochmal aufmachen und neu stecken. Anziehen möglichst ohne Pieksen und auf das Urteil von meinem Freund vertrauen. Dann wurde das genäht.

Zum Schluss noch die Ärmel säumen, das war wieder mühsamer, da ich keine Freiarmmaschine habe und deswegen sehr aufpassen muss, dass ich den Ärmel nicht zusammennähe (ähnlich bei engen Hosenbeinen, etc.)

Endergebnis:



Ich bin wirklich stolz auf mich =)

Fazit: Stark dehnbare Stoffe sind definitv schwieriger zu nähen (Weiß nicht, wie das auf einer Overlock-Maschine wäre), aber ich kann es nicht so schlecht und Übung macht ja bekanntlich den Meister.

In den nächsten Tagen schreibe ich dann mal einen Post zu der Stifterolle, die ich heute für mein Patenkind genäht habe.  (dazu gibts nämlich noch keine Fotos.)

Mein nächstes Projekt: Eine Umhängetasche für meinen Freund. Mit der Innentasche kann ich schon beginnen, für die Außentasche fehlt noch ein Reißverschluss, den wir prüfungsbedingt erst nächste Woche kaufen können, da der Stoffdiscounter am anderen Ende der Stadt ist...
Und ein kleines Willkommens-Packerl für das Neugeborene von Freunden: ein Lätzchen und ein Dinkelkissen (vielleicht füll ich es auch mit was anderem, das weiß ich noch nicht so genau :-D)

Comments

  1. LIebe Miriam.. danke für deinen netten Kommentar... zur Jacke: lt. Ottobre braucht man bei 140 cm Stoffbreite - 140-150cm Länge (je nach Größe) ... wenn du sie füttern möchtest, brauchst du das ganze natürlich zweimal... also geht es sich mit deinem Stoff in jedem Fall aus .. füttern würde ich die Jacke allerdings nicht mit Fleece, sondern eher mit Jersey, sonst bleibst ständig hängen im Ärmel :-) ... Übrigens Create in Austria wäre doch auch was für dich... Wir lesen uns :-)
    LG Birgit

    ReplyDelete
    Replies
    1. Liebe Birgit!
      Ui, mein erster Kommentar, das freut mich jetzt aber =)
      Danke für die Information. Füttern werd ich die Jacke wahrscheinlich eher nicht, aber trotzdem danke für den Tipp, sie mit Jersey zu füttern. Sollte ich sie doch füttern, werde ich das dann wohl so machen.
      Create in Austria klingt interessant, habs auch schon bei deinem Blog gesehen, aber noch nicht auf die Seite auf deinem Blog geschaut. Informiert hab ich mich auch noch nicht, das werd ich dann heute im Laufe des Tages machen. Jetzt gehts mal auf die Uni. =)
      Bis bald, Miriam

      Delete

Post a Comment